Nach dem FoodCamp ist vor dem FoodCamp – auch beim 3. Mal ist die Organisation des  FoodCamp für uns noch nicht zur Routine geworden. Vor allem auch deshalb, weil wir uns viele internationalen Food & FoodBlogger Konferenzen (zb. in London, San Francisco oder Austin) anschauen und versuchen Dinge, die uns besonders gut gefallen auch beim FoodCamp umzusetzen. Deshalb ist die Planung  auch immer unterschiedlich zum Vorjahr. Das macht Spass, ist aber auch mit sehr viel Arbeit verbunden.

Uns werden sehr oft Fragen gestellt zur Organisation, daher haben wir hier einige Antworten zu den meistgestellten Fragen zusammengefasst:

1) Wie ist das FoodCamp entstanden?

Aus reiner Leidenschaft für kulinarische Themen. Keiner von uns hätte vermutet, das sich das FoodCamp so entwickeln wird. Wir haben in einem 2minütigen Telefonat im Sommer 2012 beschlossen eines zu organisieren, weil es für Foodies keine Veranstaltung dieser Art vorher gab. Dani hat 2007 das erste BarCamp in Kärnten mit organisiert und 2010 – gemeinsam mit Mike Gattereder das Ja! Natürlich BioCamp konzipiert und umgesetzt. Durch unsere gemeinsame passion for all things food war das FoodCamp somit naheliegend.

2) Das FoodCamp ist kostenlos für die Teilnehmer – wie finanziert es sich und verdient ihr Geld damit?

Das FoodCamp ist gratis für die Teilnehmer, weil es Sponsoren gibt, die mit ihrer Unterstützung die Kosten decken. Übrigens  eine der wenigen Konferenzen dieser Art, denn in D, GB und USA zahlen Blogger für sehr viel weniger Programm bis zu € 500 für ein Ticket. Wenn man die Gesamtzeit berücksichtigt, die wir für Recherche, Organisation, Projektmanagement, Sponsorenkommunikation benötigen, dann können wir eindeutig sagen – nein, wir verdienen nicht am FoodCamp. Natürlich haben wir aber einiges an Reichweite dadurch bekommen und auch den einen oder anderen Kunden so gewinnen können.

3) Wie lange dauern die Vorbereitungen für ein FoodCamp?

Da wir – als Selbstschutz 😉 – keine Stundenaufzeichnungen darüber führen, ist das sehr schwer in Zahlen auszudrücken, aber inklusive Konzept, Recherche, Sessionplanung, E-Mails, Einladungen, Postings, Technik, Ausstattung, Sponsorengespräche, Sessionkonzepte, Verträge, Locationsuche, Verhandlungen, Cateringkonzept, Logistik, Promoartikel, Kommunikation im Social Web, Meetings, Telefonate, Auf- & Abbau, Ein-& Auspacken etc. auf 1 Monat Arbeit im Jahr – und das nur, weil Dani und ich ein sehr effizientes und eingespieltes Team sind. Jeder, der schon einmal eine größere Geburtstagsfeier oder Hochzeit organisiert hat, kann sich sicher gut vorstellen, wie viel Arbeit dahinter steckt.

4) Wer hilft euch beim FoodCamp?

Bei den letzten beiden FoodCamps hatten wir externes Catering und eine Promotorin, die die Goodiebags eingepackt hat. Alles andere – inklusive wenig glamouröser Arbeiten, wie zb Geschirrspülen oder Kisten einpacken – machen wir selber. Für heuer haben wir uns erstmals richtige Verstärkung  für Sessionplanung (danke danke danke Sarah) und auch während des FoodCamps geholt.

5) Warum ist die Teilnehmeranzahl begrenzt?

Es gibt mehrere Gründe dafür, aber die Hauptgründe sind: wir wollen allen TeilnehmerInnen einen Austausch untereinander ermöglichen und dafür ist eine Konferenz mit über 100 Teilnehmern einfach nicht mehr möglich. Die Teilnehmeranzahl ist natürlich auch der Location angepasst – wir wollen ja keine zig Personen in die Sessionräume drängen müssen. Zusätzlich ist es uns auch wichtig jedem Teilnehmer ein gutes Frühstück und Mittagessen bzw. Abschluss bieten zu können und das bedeutet für uns für jede Mahlzeit beim FoodCamp auch glutenfreie, vegetarische, vegane und laktosefreie Auswahl zusätzlich zu fleischigen Alternativen – davon möchten wir keine Abstriche machen müssen und kostenseitig ist auch dafür eine begrenzte Teilnehmeranzahl nötig.

6) Wonach wird entschieden, wer kommen kann?

Beim FoodCamp haben Foodblogger Priorität. Das bedeutet nicht, dass nicht auch Foodlover ohne Blog teilnehmen können – da versuchen wir schon ein gute Mischung zu finden. Aber zb ein Mitarbeiter einer Mediaagentur ohne irgendeinen Bezug zu FoodBlogs oder Food-Themen wird erst eine Zusage bekommen, wenn alle FoodBlogger die teilnehmen wollen schon einen Platz haben. Innerhalb der Foodblogger, die sich anmelden gilt selbstverständlich „first come, first serve“.

7) Warum gibt es nicht mehr Sponsoren?

Je öfter wir das FoodCamp machen, desto mehr Anfragen gibt es von Sponsoren. Was viele nicht wissen, wir nehmen nicht jedes Unternehmen auf, das dabei sein will. Entscheidend ist, ob es zur zum FoodCamp und den Teilnehmern passt und ob die Teilnahme einen Mehrwert bietet. Das gilt auch für die Sessions, die die Sponsoren selbst halten. Jede davon wird gemeinsam mit uns konzipiert – damit es keine Produktpräsentation wird, sondern immer auch der Mehrwert geboten wird. Das können Hintergrundwissen zu einem Lebensmittel sein, neue Kochtechniken oder auch Rezepturen sein. Sponsoren sorgen also nicht nur dafür, dass die Teilnahme nicht mit Kosten verbunden ist, sondern auch für interessante Sessions … und last but not least coole Goodiebag-Inhalte 🙂

8) Warum gibt es das FoodCamp nicht öfters?

Wir haben schon oft darüber nachgedacht, aber nachdem uns unsere selbstauferlegten Qualitätskriterien zu wichtig sind, können wir zeitlich – solange es keinen Da-Ni Klon gibt – ein FoodCamp in der bisherigen Art nur einmal im Jahr aufstellen.

9) Was ist für euch das beste am FoodCamp?

Die erste Aufregung kommt, sobald wir die Anmeldung eröffnen. Mitzubekommen wie schnell sich die Liste füllt, ist immer ein sehr emotionaler Moment für beide. Aber der schönste Teil für uns kommt eigentlich erst nach dem FoodCamp: die tollen Fotos, Tweets, Postings und Blogposts zu lesen ist großartig. FoodCamp-Fact: wir konnten noch nie eine ganze Session vom FoodCamp mitverfolgen, weil es die Zeit nicht zulässt. Zuviel muss von uns auch während des FoodCamps organisiert werden – möglichst ohne aufzufallen.

10) Was ist das FoodCamp? (und warum hast du bis hierhin gelesen, wenn du es nicht kennst???)

Siehe hier: www.foodcamp.at

 

 

 

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