Heute früh wurde der Foodreport von Hanni Rützler und dem Zukunftsinstitut vorgestellt und wir waren vor Ort dabei. Und zwar nicht nur, weil wir uns selbst laufend mit neuen Trends in diesem Bereich beschäftigen, sondern auch weil wir Teil des Reports sind und darauf sind wir besonders stolz.

Hanni Rützler hat den Foodreport 2015 in vier große Themen geteilt, nämlich in die zwei Fixstarter „Food Trends“ und „Gastro“ plus zwei weitere Schwerpunkte „Fleisch“ und „Consumer“. Der Report ist sehr übersichtlich aufgemacht, zeigt viele Infografiken und auch Bildmaterial mit Beispielen für die einzelnen Trends und Schwerpunkte. Es handelt sich also nicht nur um ein informatives, sondern auch ein gut zu lesendes Druckwerk 🙂

Die Vorstellung heute war spannend: zuerst wurde festgelegt, was genau mit „Trends“ gemeint ist, nämlich keine kurzfristigen, oberflächlichen Informationen, sondern langfristige Entwicklungen im Bereich „Food“. Der Report soll Frühwarnsystem für die Branche verstanden werden, eine Orientierungsgröße, an die man sich halten kann bzw. auch eine Möglichkeit zum Reflektieren, ob man die richtigen Entwicklungen am Radar hat und wie man mit dem Wandel in der Esskultur umgeht.

Ein (Food) Trend geht immer von einer kleinen Peer Group aus und erfasst dann eine größere Gruppe von Konsumenten/Akteuren. Er fusioniert dann mit anderen Trends, wird Mainstream oder verebbt wieder. Aktuelle Foodtrends, die Hanni Rützler für 2015 identifiziert hat sind zB Hybrid Food (heute leben viele Esskulturen nebeneinander in großen Städten und so nehmen so aufeinander Einfluss. Fast 40% der Restauranteröffnungen stammen aus diesem Bereich (London, Wien evtl ein bisschen weniger). Man könnte sagen, dass es sich hierbei um eine Art Gegenbewegung zum Fokus auf das Lokale handelt). Vor allem Retail-Gastro-Hybride wie Jamie Olivers Recipease sind spannend für die Kunden.

Natürlich zählt auch DIY Food zu den größeren Trends, denn die Beschäftigung mit dem Essen verändert Produktion und Konsum, die neue Experimentierlust bringt Freiheit und teilweise auch Unabhängigkeit von der Industrie.  Food Pairing ist ein Trend bei dem es um die Erweiterung des Geschmackshorizonts geht. Ideale Aroma-Paarungen werden erforscht – nicht mehr nur von den besten Köchen, sondern auch mit wissenschaftlichem Zugang. Großes Thema im Foodreport ist Fleisch – dabei geht es um den Wandel von Genuss zu Überdruss bzw. welche Möglichkeiten es in Zukunft geben könnte (Soja statt Fleisch, Bio-Fleisch, In-Vitro-Fleisch, Insekten statt Fleisch). Bei den Gastro-Trends finden sich ebenfalls heisse Themen – so wurden Cocina Novoandina und die Neue alpine Küche als führende Trendbeispiele genannt. Am Ende sprach Frau Rützler noch über die neue Macht der Konsumenten (Aufklärung und Informationsmöglichkeiten über neue Medien) und über Food Information Design (Labeling, Herkunftsinformationen) – ein Bereich, der mit neuen Gesetzen sowieso immer wichtiger wird.

Wie oben erwähnt, geht es im Foodreport 2015 auch um die neuen Genussnetzwerke  – in diesem Abschnitt wurde „The Coolinary Society“ als best practice für ebensolche Netzwerke genannt  und wir sind sehr sehr happy, dass unser Claim „Connecting Foodies“ auch nach außen hin so wahrgenommen wird.

foodreport-2015-praesentation-hanniruetzler

 

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