Das fragt sich Sarah Krobath in ihrem gleichnamigen Buch und hat mir mit dem Titel und – zugegebenermaßen bei der dazugehörigen Lesung inkl. Käsebuffet – jede Menge Lust aufs Lesen und Käseverkosten gemacht. Der Urlaub bot sich als Lesezeitraum an und schon nach ein paar Zeilen, war ich gefangen in der schönen neuen Schweizer und Londoner Käsewelt. Im Geiste hab ich gemeinsam mit Sarah Rohmilchkäse im Zen-Modus umgedreht, eingestrichen und verkostet, im Bärendräck zu Abend gegessen und mich mit ihr über die unterschiedlichsten Käseliebhaber, Schweizer Dialekte und andere Kuriositäten gewundert.

Alles beginnt mit der Unzufriedenheit im Job – daher kündigt Sarah ihren Job als Werbetexterin und beginnt ein Praktikum bei den Schweizer Käsemachern von Jumi. Dort steht neben „Sprachtraining“ (um den Schweizer Alltag zu überstehen), natürlich das Erlernen des Käsewissens an oberster Stelle. Bald darauf geht es nach London um am berühmten Londoner Borough Market  Käse zu verkaufen. Der Standaufbau hat so seine Tücken, Kontrollen durch das Marktamt sowieso, aber dafür gibt es jede Menge kulinarischer Leckerbissen in Form von Nachbarständen. Eines meiner persönlichen Highlights im Buch: Sarahs (teilweise erfolgreiche) Versuche Jumi Käse an diverse Küchenchefs von Londons Top-Restaurants zu verkaufen. Großartig :-).

Natürlich hätten wir Sarah ganz einfach interviewen können, aber das wär in diesem Fall ja fast ein bisschen fad, daher haben wir sie gebeten, mit uns gemeinsam am Yppenplatz/Bauernmarkt Jumi Käse (Buchleser wissen, wovon ich spreche) verkostet. Glücklicherweise fand sie die Idee auch so super wie Nina und ich, daher haben wir uns letzten Samstag beim Stand von Clemens von Juhu Käse (vertreibt Jumi Käse in Wien) getroffen und uns mit beiden über die Erfahrungen unterhalten, die Sarah in „Who the f*** is Heidi“ macht. Gut für uns, denn wir haben eine hyperkompetente Käseberatung im Doppelpack bekommen, nicht so gut für unsere Leser, denn so gibt es zwar schöne Fotos, aber nicht soviel Infos über weitere Inhalte des Buchs. Gut auch für Sarah, denn so müsst ihr das ebook jetzt auf jeden Fall downloaden und lesen!

Diesen Samstag könnt ihr übrigens euren Käse direkt bei Sarah kaufen – sie vertritt Clemens am Käsestand am Yppenplatz (im Bereich des Bauernmarktes, neben dem La Salvia – Ort kann sich kurzfristig ändern – einfach die Augen nach einem kleinen mobilen Kästestand offen halten). Und wer vor dem Download noch mehr über das Buch erfahren will, geht am besten zur Buchpräsentation am 18.7. bei Pöhl’s am Kutschkermarkt. 

belper knolle

Die Belper Knolle – das bisher unbekannte (aber jetzt sehr geliebte) Wesen: ein gewürzter und getrockneten Frischkäse, der – zb über Pasta gehobelt – ähnlich wie Parmesan verwendet werden kann. Wir empfehlen eine kleinere Menge, da er durch die Pfefferschicht sehr würzig schmeckt. Hält im Sackerl gekühlt sehr lange.

 

aberrot

Aberot – schmeckt ebenfalls fantastisch! Je nach Reifegrad variiert der Charakter vom Aberot – im jungen Stadium hat er in der Mitte einen harten Kern und vom Rand her ist er schön cremig.

käse-2

Leidenschaft pur: Clemens von Juhu Käse

sarah-krobath-jumi-käse

Natürlich haben wir alle fleissig geshoppt!

 

Dass es einen Käsekauf-Dresscode (gestreiftes Shirt) gibt, hat mir mal wieder niemand gesagt.

Dass es einen Käsekauf-Dresscode (gestreiftes Shirt) gibt, hat mir mal wieder niemand gesagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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