Wir haben das große Glück immer wieder großartige Initiativen vorstellen zu können – eine davon ist der Koch.Campus, ein Projekt von Klaus Buttenhauser, das zum Ziel hat die österreichische Kulinarik national und international wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Und das gleich gemeinsam mit dem Who-is-Who der österreichischen Spitzenköche – von Reitbauer, Dorfer, Döllerer, alle ziehen gemeinsam an einem Strang für diese wertvolle und nachhaltige Eventreihe.

Grund genug um Klaus zu treffen und ihn zum Interview zu bitten.

Klaus Buttenhauser (Foto: Go Projects Media; Koch.Campus)

Klaus Buttenhauser (Foto: Go Projects Media; Koch.Campus)

Wie bist du auf die Idee gekommen, den “Koch Campus” zu gründen und was ist das Ziel dabei?

Ich glaube, dass Österreich sein Potential als kulinarische Destination bei weiten nicht ausspielt und dass es so etwas wie eine kulinarische Marke „Österreich“ erst in Ansätzen gibt. Und das, obwohl es in unserem Land sehr sehr viele Personen, Bauern, Gastronomen und Unternehmen gibt, die Großartiges zu diesem Thema leisten. Es fehlt aber daran, diese zahlreichen Puzzleteile zu einem stimmigen Bild zusammenzulegen und dazu eine Story zu erzählen. Es fehlt auch an einer durchdachten Positionierungsstrategie, an Zielen und an konzertierten Maßnahmen.

Auch wenn das vielleicht etwas unbescheiden klingt – aber das alles möchte ich mit vielen Gleichgesinnten und MitstreiterInnen definieren und umsetzen.

Was war dein schönstes Erlebnis bisher?

Zum einen als ich mit Thomas Dorfer beschlossen habe den ersten Koch.Campus Chef´s table in seiner jetzigen Form zu organisieren – das war gewissermaßen der Zeugungsakt.

Und dann als Heinz Reitbauer die versammelte Runde der Köche beim ersten KochCampus Chef´s table am 13.10. 2013 spätabends beim Döllerer (in Golling bei Salzburg) sehr energisch auf diese Form der Zusammenarbeit eingeschworen hat. Das war die Geburt. Da habe ich zum ersten Mal gewusst, dass das Konzept des Koch.Campus für die kulinarische Marke Österreich nicht aufzuhalten ist.

Was wird zur Zeit kulinarisch total überschätzt/unterschätzt?

Das Komplizierte, Vertrackte, Dekonstruierte wird überschätzt, das Einfache, Verständliche, Geradlinige wird unterschätzt.e

Welches neuere Lokalkonzept gefällt dir besonders gut?

Steirereck neu, als Beispiel für legere und gleichzeitig hochprofessionelle Spitzengastronomie. Der Floh in Langenlebarn, als Musterbeispiel für eine authentische hochkreative Regionalküche und gleichzeitig Dorfwirtshaus. Die Cordobar in Berlin, ein genialer Ort für Wein- und Getränkekultur, den es in Wien in dieser Form noch nicht gibt (ich arbeite daran).

Was ist der skurrilste Gegenstand in deinem Kühlschrank daheim?

Da würde ich gerne einen Dauergast hervorheben: ein Glas Marmite mit offiziellen Ablaufdatum 2008, das aber immer noch hervorragend schmeckt.

Wo kaufst du dein Obst/Gemüse und dein Fleisch ein?

Zu einem nicht so kleinen Teil beim BILLA in der Sieveringerstraße, auch am Sonnbergmarkt und was ich bei Ausflügen (Bauernmärkte, etc.) so finde. Ich habe selbst auch einen Garten in dem ich Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel, Zwetschken, Walnüsse, Bohnen, Tomaten, Blattgemüse und diverse Kräuter kultiviere. Das Saatgut bzw. die Jungpflanzen hole ich mir meistens bei der Arche Noah. Fleisch beim Radatz, Fisch bei Georg Gutfleisch am Sonnbergmarkt.

Was wünscht du dir für die kulinarische Zukunft in Österreich?

Ich wünsche mir, mit dem Koch.Campus mehr und mehr Menschen davon überzeugen können, dass Österreich in 5 Jahren zu den wichtigsten kulinarischen Regionen der Welt zählt.

Denn dann wird diese Vision auch Realität werden.

…und diese tolle Vision unterstützen wir sehr gerne! Mehr zum Koch.Campus gibt es hier oder hier

  • teilen 
  • teilen 
  • email hidden; JavaScript is required
  • pinnen 
  • info