Aus der Serie Business Of Food.

Mindestens genauso interessant wie Restaurants, Kaffeehausbetreiber und Lebensmittelproduzenten sind für uns die Hersteller von Küchenaccessoires von denen es mindestens genauso spannende Traditionsbetriebe gibt.

Lagostina ist einer dieser Betriebe. Seit 1901 gibt es den Betrieb, der mit der Herstellung von Besteck begonnen hat und wo u.a. eine der heute selbstverständlichsten Kochmaterialien erfunden wurde – nämlich die ersten Küchengeräte aus Edelstahl.

Als inzwischen Teil der französischen Groupe SEB (Société d’Emboutissage de Bourgogne) befindet sich Lagostina in bester Gesellschaft mit Marken wie z.b. All-Clad, Moulinex oder Tefal, alles genauso traditionsreiche Marken, die sich in fast jedem Haushalt finden lassen.

Die Marke Lagostina positioniert sich seit Jahrzehnten als italienischer Lebensstil für daheim. Dazu passend holt man sich dann auch als Testimonial zum Beispiel den 2-Michelin-Sterne-Chef Antonino Cannavacciuolo aus der Villa Crespi.


Lagostina ist ein sehr schönes Beispiel für die Umsetzung von effizienten Kommunikationsmaßnahmen. Hier wird nicht laut gebrüllt oder permanent geworben, sondern durchaus zielgruppengerecht und abgestimmt auf die Hauptmärkte fokussiert.

Das Kocherlebnis steht hier an erster Stelle, lange vor viel digitalem Marketing. Das erklärt auch, warum es bislang nur eine italienische, amerikanische bzw. asiatische Facebookseiten gibt.

Social Media und digitale Kommunikation ist eindeutig nicht der wichtigste Kontaktkanal (wie sich unten im Interview auch bestätigt). Viel lieber setzt man auf Testimonials, strategische  Handelspartner und auch enge Bindung zu kulinarischen Meinungsmachern.

Als leistbarere Variante zu den high-end All-Clad Produkten, fährt Lagostina auch eine schöne Pricing Linie, die innerhalb der Markenfamilie konsistent bleibt und nicht ins Billigsegment abrutscht.

Unser Fazit in kurz: Lagostina hat Produkte, die man sich kauft, wenn man gerne kocht und in die zweite oder dritte Wohnung zieht und seine schwedischen Töpfe gegen solche Schönheiten tauschen möchte:

https://www.instagram.com/p/BIIp0qvDA3X/?taken-by=lagostinausa


Im Interview

Um etwas mehr von Lagostina zuerfahren, haben wir uns mit Jasmin Bös, Verantwortliche für Lagostina in Deutschland und Österreich, unterhalten.

In einen Traditionsbetrieb einsteigen ist….

…die Geschichte fortzuschreiben. Man profitiert vom Dagewesenen und kann sich wieder und wieder inspirieren lassen, aber der Weg ist auch offen für ganz Neues, das ist für mich eine spannende Kombination.

Gutes Essen bedeutet….

…immer auch, es mit jemandem oder gleich der ganzen Familie zu teilen. Gemeinsam schmeckt es immer besser als alleine.

Einen zeitgemäßen Betrieb zeichnet aus….

…dass es eine gute Organisation gibt, auf die man zurückgreifen kann, aber auch, dass Abläufe immer mal wieder überdacht werden, um sich weiterentwickeln zu können. Mir ist immer auch eine positive Stimmung wichtig, da arbeitet es sich viel leichter.

Wenn Konsumenten an Lagostina denken, sollen sie…

…Lust bekommen, in den Töpfen und Pfannen zu kochen, sich Gerichte auszudenken, und das bei jedem so, wie gut er es eben kann. Die Menschen sollen sich entspannen und einfach den Topf oder die Pfanne auf den Tisch stellen, so dass alle zusammensitzen und gemeinsam essen.

Mein Führungsstil ist….

…kooperativ – beim gemeinsamen Brainstorming ergeben sich die besten und kreativsten Ideen.

Die besten Termine machen wir im…

…da gibt es keinen bestimmten Ort oder Zeitpunkt. Die besten Termine sind die, bei denen alle

Teilnehmer gut vorbereitet und motiviert sind.

Social Media bedeutet für uns ….

…nicht die Welt.

Heißhunger bekämpfe ich mit…

…Nüssen. Die liegen stets in meiner Schreibtischschublade bereit.

Immer in meinem Kühlschrank…

…Milch für den morgendlichen Kaffee.

Tee oder Kaffee?

…unter der vorherigen Frage schon beantwortet – ganz klar Kaffee!


Profil

Lagostina

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