Motivation

Natürlich kann man es augenrollend schrecklich finden und sich denken “Was ist denn das wieder für ein Sch***”. Oder man beschäftigt sich zumindest kurz mit dem Thema.

Für uns ist das aus mehreren Gründen wichtig. Erstens haben wir rein beruflich schon ein hohes Interesse für digitale Entwicklungen und Hypes. Zweitens ist es immer wieder spannend zu beobachten wie genau so ein Hype entsteht und wie sie von Marken eingesetzt werden.

Immer kosten! Ob digital oder vom Teller.

Dani und ich weigern uns stehenzubleiben wenn es um neue Apps und Tools geht. Wenn ich daran denke wie sehr 1996 “die Erwachsenen” gegen Handys oder später gegen Facebook und Co. waren – so möchten wir nie sein. Zumindest nicht ohne allem eine Chance gegeben zu haben (oder wie bei Snapchat auch mehrere). Eben so wie wir auch alles einmal kosten. Dahinter steckt nämlich das selbe Mindset. 

Und alleine weil Pokémon GO die User – im Gegenteil zu Konsolenspielen – dazu bringt sich (gar nicht so wenig) zu bewegen, ist es definitiv einen zweiten, genauen Blick wert.

Basisinfos

Die 80er und 90er Generation ist mit der ersten Welle an Pokémons großgeworden, wer aber Pokémons grundsätzlich noch nicht kennt, der liest das am Besten hier nach.

Kurz erklärt: eine Smartphone-App mit der man Cartoonfiguren “jagt”, indem man sich (im echten Leben) auf die Suche nach ihnen begibt und sie mit Pokeballs (quasi die Munition) fängt. Pokeballs kann man in der App direkt kaufen oder bei Pokestops (auf der Karte gekennzeichnete Orte, oft Sehenswürdigkeiten) ergattern.

Nachdem man inzwischen die Go App auch bei uns ohne Workaround herunterladen kann, hier ein kurzes Video, das ausführlicher erklärt worum es eigentlich dabei geht:

Und wer es ganz genau wissen will, klickt hier.

Und wie kann man das jetzt als Lokal oder Firma nutzen?

Als Berater ist es uns wichtig nicht nur selber neue Entwicklungen zu verstehen, sondern auch erklären zu können wie das unsere Kunden einsetzen bzw. nutzen könnten.

Ein Verständnis für die Möglichkeiten und Chancen entwickelt man recht schnell, wenn man das Spiel ausprobiert. Spieler müssen sich viel Outdoor bewegen, wenn sie erfolgreiche Pokémon-Jäger sein wollen. Dabei ist es auch wichtig zu wissen, dass die Pokémon Figuren unterschiedlich häufig zu finden sind. Hat man also das Glück und man findet eine der selteneren Pokémons in der Nähe des Lokals/Unternehmens, wäre das z.B. auf jeden Fall schon eine Meldung wert.


In den USA gibt es einige kleine Lokale die das zum eigenen Vorteil nutzen und auch mit entsprechenden Angeboten verbinden. Von eigenen Pokémon Cocktails bis hin zur 2Go Jause für die eifrigen Jäger ist schon alles zu finden.

Die L’inizio Pizzeria in New York gibt beispielsweise an deutlich mehr Umsatz gemacht zu haben, weil sie um 10$  über das “Lure” Modul (= kann man über einen Einkauf in der App aktivieren, um Pokémons zu einer bestimmten Location zu locken) ein paar Pokémons im Lokal platziert haben.

Inzwischen gibt es sogar via Social Media organisierte Treffen, um gemeinsam Pokémons zu jagen.  Da treffen sich Jung und Alt und freuen sich gemeinsam über ihre Augmented Reality Jagderfolge – nicht unähnlich einer richtigen Jagd. Auch bereits in Wien.

Jede dieser Ideen kann als Unternehmen unterstützt oder genutzt werden. Soferne es innerhalb des Unternehmens jemanden gibt, der daran auch tatsächlich Freude hat, sonst wirkt es schnell aufgesetzt und peinlich. 

Beispiele zur Inspiration

Philip Rachinger, Mühltalhof

newest mth feature pockeballs zum abhohlen bei der rezeption #pokemongo

A photo posted by koch (@philiprachinger) on

 

Steffen Henssler

Pokemon GO - The Coolinary Society

University of Bridgeport

Pokemon GO - The Coolinary Society

Doc’s Bar

Pokemon GO - The Coolinary Society

McDonalds Austria

Pokemon Go - McDonalds - The Coolinary Society

Fazit

Nein, wie immer gilt auch hier – es muss natürlich nicht jeder Betrieb diesen Hype mitmachen. Wenn man allerdings ein wenig Leidenschaft dafür entwickeln kann, dann lohnt sich ein Versuch. Und wenn es nur ein Posting dazu ist.

Die vielen Möglichkeiten, die es Nintendo, dem Konzern hinter der Pokemon GO App, ermöglichen werden nicht nur mit den Usern, sondern auch mit Firmen, Brands und Lokalen zusätzlichen Revenue zu erzielen, haben sich schnell auch auf den Finanzmärkten herumgesprochen und zu einer deutlichen Steigerung des Marktwerts geführt. Nicht ohne Grund.

Nachtrag: Danke an Thomas für den Hinweis, dass man natürlich auch rechtliche Aspekte (Copyright & co) bedenken sollte. Mehr dazu hier.

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