Aus der Serie Business Of Food.

Der taubenkobel ist nicht nur Ostösterreichern ein Begriff. Lange bevor es the thing to do wurde, gab es dort schon regionale – in diesem Fall pannonische – und saisonale Küche auf hohem Niveau. Genauer gesagt seit den 80er Jahren als das burgenländische Lokal gegründet wurde. 

taubenkobel - the coolinary society - business of food

Für den heutigen taubenkobel stehen inzwischen Barbara Eselböck und Alain Weissgerber, die das Lokal in zweiter Generation weiterführen (im doppelten Sinne).


Business Of Food

Es ist immer wieder spannend, wenn man sich mit (kulinarisch interessierten) Menschen über den taubenkobel unterhält. Er polarisiert. Persönlich finden wir das gut. Angepasst und gefällig funktioniert bestimmt auch, aber groß(artig) wird man damit nicht. Eine starke und deutliche Positionierung würden wir uns von mehr Lokalen wünschen. 

Was wir auf jeden Fall großartig finden und was den taubenkobel auch so wichtig macht in der österreichischen Restaurantlandschaft, ist, dass immer wieder Neues entwickelt wird, ohne dabei auf traditionelle Zutaten zu verzichten. 

Es war spannend zu beobachten wie der taubenkobel seit der vollständigen Übernahme durch Barbara und Alain noch ein Stück interessanter wurde. Dafür braucht es neben harter Arbeit auch den Mut und Bereitschaft sich auf Unbekanntes einzulassen.

Naiv ist, wer glaubt, dass dieser Erfolg ein Zufall ist. 

Ganz im Gegenteil, als aktiver Teil der Artisan-and-Food-Clique rund um friendship.is (die Masterminds hinter z.B der Feldküche), Mochi und Co. haben sie sich hervorragend positioniert und neue Zielgruppen erreicht.

Mit verschiedenen Kollaborationen und Pop-ups schaffen sie kulinarische Erinnerungen, an die man als gast noch sehr lange denkt. Wer uns kennt, der weiß, dass wir genau diesen Zugang sehr nachhaltig finden – auch um online zu mehr Reichweite zu kommen. 

Wieviel Arbeit beispielsweise der temporäre Umzug vor Weihnachten 2015 vom taubenkobel ins Supersense im zweiten Wiener Bezirk war, können nur Menschen verstehen, die schon größere Events organisiert haben und erkennen mit wieviel Hingabe und Liebe zum Detail (sie hatten vom Besteck bis zum Tisch alles übersiedelt) hier gearbeitet wurde.

Genauso genial und sehr typisch für den taubenkobel war der “beyond sweetness” Workshop* vergangene Woche. In hochkarätiger Besetzung (Nils HenkelNenad Mlinarevic, Hendrik Olfen, Philip Rachinger, Sebastian Bordthäuser, Marian Henss und Gregor Ladenhauf) wurde dabei gemeinsam mit dem taubenkobel team (Sommelier Peter Müller, Sous Chef Christoph Mandl und Pâtissier Roman Hütter) ein 5-gängiges Menü kreiert, dass alle Sinne angesprochen hat. Besonders die antialkoholische Getränkebegleitung von Jörg Geiger und extra nennenswert das senationelle Kräutertee-Sodazitron von Peter Müller hat uns verzückt und zeigt wie liebevoll der taubenkobel auch dieses Thema weit weg von von Saft, Limo und Cola löst. Endlich mal ein Ort, wo es keine Notlösung gibt, sondern eine verdammt gute erste Wahl angeboten wird. 

Gekonnt balanciert der taubenkobel damit einmal mehr unermüdlich high-end Cuisine und casual dining und setzt sich damit wieder ab von anderen Lokalen bei denen es entweder/oder gibt.

Viele Gründe also für uns Coolinaries für oftmalige Ausflüge ins Burgenland.


Im Interview

Und weil uns auch immer auch die Meinung der Menschen interessiert, die hinter dem Business stehen interessiert, haben wir Barbara Eselböck noch einige Fragen gestellt. 

In einen Familienbetrieb einsteigen ist….

Als wäre man nie woanders gewesen.

Die schwerste berufliche Entscheidung war…  

Das Weggehen meiner Eltern aus dem taubenkobel. 

Gutes Essen bedeutet….

Liebe

Wenn Gäste an den „taubenkobel” denken,….

Denken sie an meine Eltern, aber wir sind auch da.

Unser/Mein Führungsstil ist….

Ungezwungen, leger… solange unsere Linie beibehalten wird und alle mit Herz und Leidenschaft dabei sind! 

Die besten Termine machen wir im…

Trubel, in der Hektik! Da fallen uns die besten Sachen ein! Da sind wir kreativ und gefordert!

Die beste Ablenkung vom Arbeiten….

Ablenkung vom Arbeiten? Was ist das? Da geh ich dann lieber noch mal essen…

Social Media bedeutet für uns ….

Eindrücke unserer Gäste aus ihrer Sicht in Bildern zu erfahren. Das schnellste Kommunikationstool.

Heißhunger bekämpfe ich mit…

Organic cigarettes… meine Schwäche 😉

Immer in meinem Kühlschrank…

Milch

Tee oder Kaffee?

Kaffee!


Profil

taubenkobel

Hauptstrasse 31-33
7081 Schützen

 

*Eine großartige Erzählung vom Workshop-Tag, bei dem wir dabei sein durften, gibt es bei Lisa Vockenhuber:  zum Artikel. #leseempfehlung

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