2 Wochen sind um und ich finde, ich hab mich tapfer geschlagen. Es gibt 3 wichtige Learnings, die ich euch weitergeben möchte. Keine Rocket Science, aber vielleicht hilfreich für den einen oder anderen zum Start.

  1. Vorausplanen
  2. Augen auf
  3. Recherche, Recherche, Recherche


ad 1. Vorausplanen

Ohne Planung geht gar nichts. Kein Leinensackerl oder Glasgefäß mit, kein Einkauf von losen Waren. So einfach ist das.
Um zu wissen, welche Gefäße mitmüssen zum Einkauf, braucht es eine sehr genaue Einkaufsliste, anhand der man dann noch kontrolliert, ob sich eh alles ausgeht. Nicht, dass das Stück Käse dann beim Pöhl bleiben muss ;-).  Mein Spontaneinkaufsjoker für Süßes oder eben Käse ist das Bienenwachs Papier, das ich bei Lunzer’s gekauft habe. Gibt es in verschiedenen Größen, nimmt keinen Geruch an und lässt sich leicht abwischen. Hält bei guter Pflege bis zu einem Jahr (bei mir also wahrscheinlich 6 Monate…ähem). Oder man macht es selber – hier gibt es eine Anleitung dafür (danke für den Tipp an Markus in der Zero Waste Vienna Facebook Gruppe).

Für den Anfang hab ich alle meine Glasgefäße von Weck und Ikea rausgekramt. In Kürze werden sie durch verschließbare Edelstahlboxen ergänzt. Beim Lesen von Bea Johnsons Buch „Zero Waste Home“ hab ich mich über ihre leichte Neurotik in Bezug auf die „Brottransportasche“ gewundert, aber nach 2x vollgebröselter Tasche hab ich jetzt auch einen Kinderpolsterüberzug als Brotbeutel umfunktioniert. Zusammen mit den oft zitierten Leinensackerl (endlich haben sie einen Sinn), ist das meine Basisaustattung.

shopping-korb-dani

 

ad 2. Augen auf

Unfassbar, wie schnell Verpackungsmaterialien den Weg ins Eigenheim finden. Adressierte Werbematerialien im Postkasten, verpackte Geschenke, Bestellungen, die per Post kommen etc. Ich bin im Moment noch etwas overwhelmed mit dieser Menge, die mir natürlich erst auffällt, seit ich mich damit beschäftige. Einen ersten Schritt, den ich gesetzt habe, weil es leicht zu kontrollieren ist, ist ein E-Mail an alle Absender zu schicken, die mir Papierwerbung zukommen lassen: Spendenorganisationen, Kreditkartenmagazine, Kleingartenzeitungen 😉 etc.
Interessanten Absendern biete ich an, dass sie mich auf den Newsletter-Verteiler setzen können und denke, dass ich so einen Großteil der unwillkommenen Papierpost neutralisieren kann. Krass, wie lange man Papier aus dem Postkasten nimmt und gleich wegwirft ohne darüber nachzudenken, dass man das Zeug eigentlich nicht braucht. Nicht unbedingt ein Foodie-Tipp, aber irgendwo muss man ja anfangen.

 

ad 3. Recherche, Recherche, Recherche

Ich verstehe schon, dass die meisten zero waste-„Beginner“, auf „Unverpackt-Läden“ reflektieren. Aber das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Nicht falsch verstehen, ich liebe die Lunzer’s Massgreisslerei und war auch sehr begeistert von Liebe & Lose in Innsbruck (Fleischtheke!! Wanderhühnereier!! Eigens kreiertes Recyclingpapier!!), aber für jeden Einkauf durch die Stadt zu düsen, kanns nicht sein. Das heisst, jeder muss für sich herausfinden, wo die Nahversorger in der Umgebung sind. Einen Markt haben z.B. die meisten Wiener in der Nähe – für Obst und Gemüse sollte also gesorgt sein. Bei Kosmetik- oder Reinigungsprodukten wird es schon etwas komplexer, aber dafür gibt es ja diverse Facebook-Gruppen, in denen man sich austauschen kann. Zero Waste Vienna z.B. – so habe ich schon Alles Seife am Naschmarkt, die Füllbar in der Lerchenfelder Straße gefunden.

 

Tja, im Moment hab ich das Gefühl, dass ich vom Hundersten ins Tausendste komme und es tun sich wirklich viele Fragen zum Thema Nachhaltigkeit auf – ich hoffe, dass das mit den Experten-Interviews, die wir bald führen dürfen, besser wird.

 

 

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