Während vorletzte Woche eine wahre Highlightwoche war und ich mich schon zur #zerowastecheckerindesmonats ernennen wollte, war diese Woche nicht ganz so prickelnd.

Zwei Gründe haben für mehr Müll in der Tonne gesorgt: schlechte Einkaufs-Planung, wobei das der kleinere Teil war. Komischerweise hab ich ein Milchproblem: die Rohmilch in der Flasche hält immer nur so kurz – ob das am Einkaufszeitpunkt oder an der Rohmilch liegt weiss ich noch nicht. Jedenfalls bin ich sehr tapfer und gieß mir auch die wirklich-fast-schon-saure Milch in meinen Kaffee, damit ich nichts wegschütten muss bzw. mach mir Kakao (ich weiss, ich bin eine Märtyrerin ;)), aber ich will ja jetzt auch nicht mehr Milch verbrauchen, als nötig und natürlich ging sie mir jetzt schon zum 2. Mal genau am Wochenende aus. Beim 1. Mal hab ich noch Milch von Oma ausgeborgt, heute wars die Packung aus der Tankstelle. Auch die Schokoladenplanung muss noch besser werden: die Woche haben wir Pralinen unverpackt bei Bonbon et Chocolat eingekauft. (Die Beschreibung der ungläubigen Blicke bei Schokov und Xocolat nach unverpackter Schokolade/non-Pralinen gebe ich hier nicht wieder – nur soviel: minus eine Kundin). Jedenfalls sind die Pralinen natürlich – verglichen mit einer handelsüblichen Tafel (auch in guter Qualität) – recht teuer und dementsprechend haben wir keine Massen davon gekauft. Dh, die Pralinen waren bald weg und nach einem Tag kränklichen Kinderhütens ohne Mann, gab es dann eine SMS an den heimkehrenden Gatten mit den Worten: „Bring Schokolade mit – egal wie sie verpackt ist!“. Verzweiflung eben. Wenn ihr Ideen für halbwegs erschwingliche gute & unverpackte Schokovorräte habt, bin ich dankbar!

Der zweite Grund war ein Kochevent zur Promo des Kochbuches „Morgenstund“, bei dem ich Co-Autorin bin. Gemeinsam mit meiner Frühstückerinnen-Hälfte Barbara Haider und Bloggerin Toni Kögl haben wir zum Auftakt der Buch Wien auf der Showbühne drei Rezepte aus dem Buch gekocht. Eingekauft wurde vom Veranstalter natürlich im Supermarkt: Plastik soweit das Auge reicht. Mülltrennung gab es in der Backstage-Küche „natürlich“ auch nicht. Außen hui, innen pfui könnte man sagen – das Event war super erfolgreich und das Kochen hat wider Erwarten 😉 auch wirklich Spaß gemacht. Aber wenn ich darüber nachdenke, wieviel Säcke Mist angefallen sind, wird mir eher übel. Und wenn man bedenkt, wie das tagtäglich in Zillionen Küchen dieser Welt abläuft. Urgs. 

Wo Schatten ist…
Damit die Woche im Haushalt einen positiven Abschluss hat, haben wir am Freitag unseren Lebensmitteleinkauf von „essenswert.at“ abgeholt. Eigentümerin Margret Zimmermann schickt einmal pro Woche ein Mail mit aktuellen Infos zum Angebot aus, man bestellt dann im Onlineshop und holt alles am darauffolgenden Freitag bei ihr ab. Dh nicht mehrere Menschen fahren wild durch die Gegend um ab Hof einzukaufen, sondern eine Person erledigt das und der Rest holt bei ihr im 8. Bezirk ab. Im Webshop gibt es jede Woche 500 neue saisonale und regionale Produkte. Margret kennt alle 50 Bauern und Bäuerinnen persönlich, für ihre Leistungen erhalten diese einen fairen Preis.

Jedenfalls war bei der Abholung bis auf eine Packung Champignons alles unverpackt bzw. in Papiersackerln abgepackt, die man aber auch dort lassen konnte und die für andere Waren verwendet werden. Sehr empfehlenswert – ausgezeichnete Qualität! Und ja, es gibt Öfferl-Brot <3.

An der non-food Front sieht es bei mir übrigens auch ganz gut aus:
Hab 2x nötige Kinderkleidung über willhaben gekauft: 1x T-Shirt Nachschub und einen Skianzug. Einen Teil der Weihnachtsgeschenke gibt es heuer ebenfalls über willhaben. Und für alle, die glauben, dass Kinder gebrauchtes Gewand doof finden: ich hab der 4-jährigen erzählt, dass ich ihr Gewand von einem Mädchen gekauft hab, dass es nicht mehr braucht, weil sie rausgewachsen ist und das Wichtigste, das ihr dazu eingefallen ist, war die Frage nach dem Namen des Mädchens. Soviel dazu. Wie immer gilt: die Kinder nehmen es so an, wie die Erwachsenen es ihnen vor- bzw. schmackhaft machen.

Ich übe weiter.

  • teilen 
  • teilen 
  • email hidden; JavaScript is required
  • pinnen 
  • info